Messen heute: Können virtuelle Messen Live-Events ersetzen?

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Messen heute: Können virtuelle Messen Live-Events ersetzen?

Deutschland ist traditionell das Messeland Nr. 1. Jährlich finden hier 160 bis 180 internationale und nationale Messen statt, mit rund 180.000 Ausstellern und 10 Mio. Besuchern.

Mit Verbreitung des Coronavirus kam die komplette Messewirtschaft zum Erliegen. Nicht nur in Deutschland, sondern weltweit. Schnell scheint eine vermeintliche Lösung gefunden: virtuelle Messen bzw. Events. Aber was genau ist das? Und kann diese Lösung tatsächlich Live-Events ersetzen?

Was ist eine virtuelle Messe?

Virtuelle Messen sind häufig zeitlich beschränkte Online-Formate, bei denen sich Aussteller und Besucher auf einer eigens geschaffenen Internetplattform virtuell begegnen.

Ein virtueller Messestand kann so gestaltet werden, dass er sich inhaltlich und gestalterisch an einem realen Messestand orientiert. An diesem virtuellen Messestand präsentieren Aussteller ihre Produkte und Lösungen, z.B. mithilfe von Animationen, Videos, Interviews und Präsentationen sowie Bildern, Case Studies und Broschüren. Interaktive Tools wie Live- oder Video-Chats ermöglichen eine individuelle Beratung.

Was können virtuelle Messen?

Reichweite steigern

Den realen Messen mit einer bestimmten Anzahl von Messebesuchern steht das Internet mit einer schier unendlichen Menge an Nutzern gegenüber. Die potenzielle Reichweite einer virtuellen Messe kann enorm sein. Vorausgesetzt das Event wird im Vorfeld auf relevanten Plattformen bei der richtigen Zielgruppe ausreichend beworben und bestenfalls von anderen Teilnehmern geteilt.

Verwertungsmöglichkeiten nach der realen Messe bieten

Die für den virtuellen Messestand produzierten Inhalte stehen nach der Messe zur Verfügung und können weiterhin abgerufen werden. Inhaltlich aufbereitet, können sie anschließend in den sozialen Netzwerken geteilt werden.

Statistiken in Echtzeit liefern

In Echtzeit stehen Ihnen Zahlen zur Verfügung, wie viele angemeldete Teilnehmer tatsächlich teilnehmen, wie lange die Besuchsdauer ist, welche Inhalte für sie interessant waren und wie oft die Inhalte angeklickt worden sind.

Eine passende Strategie für virtuelle Events ist gefragt

Ein virtuelles Event erfordert ähnlich wie eine reale Messe ausreichend Planung und Organisation. Eine reale Messe eins zu eins in eine virtuelle umwandeln zu wollen, wird schiefgehen. Sie benötigen eine passende Strategie.

Fragen, die Sie sich vorab stellen müssen:

  • Was wollen Sie erreichen?
  • Wen wollen Sie erreichen?
  • Was sind Ihre Botschaften?
  • Welchen Content benötigen Sie dafür?
  • Welches sind die richtigen Technologien?

Stellen Sie sicher, dass die Technik stabil und sicher läuft. Es empfiehlt sich die Zusammenarbeit mit einem auf virtuelle Events spezialisierten Dienstleister, der bereits über ausreichend Erfahrung verfügt.

Stellen Sie einen Zeitplan auf. Planen Sie ausreichend Zeit für Probeläufe und Korrekturen ein.

Machen Sie sich im Vorfeld Gedanken, wie Sie der Zielgruppe Ihren Content präsentieren möchten. Sollen Produktvideos gezeigt werden? Wird es Vorträge als Live-Stream geben? Soll Ihr Vertrieb die Teilnehmer per Live- oder Video-Chat beraten?

Bei virtuellen Events haben Sie nur einen „Schuss“. Der Content muss auf den Punkt sein.

Warum es keine gute Idee ist, zukünftig nur auf virtuelle Messen zu setzen

Insbesondere jetzt, wo aufgrund des Coronavirus Messen abgesagt oder verschoben werden, beschäftigen sich Aussteller zwangsläufig mit der Idee eines virtuellen Events. Die Gründe liegen auf der Hand. Mit dem Wegfall der Messen verlieren die Aussteller eine wichtige Quelle zur Leadgenerierung. Die fehlenden Leads müssen auf anderen Wegen gewonnen werden.

Dennoch ist Panik kein guter Ratgeber. Zu erwarten, dass eine Live-Messe innerhalb von drei Tagen durch ein schnell zusammengebasteltes virtuelles Event ersetzt werden kann, wäre fatal. Wie bereits oben erwähnt, werden eine Strategie und qualitativ hochwertiger Content benötigt.

Digitale Lösungen werden persönliche Kontakte nicht komplett ersetzen können. Viele Menschen haben weiterhin das Bedürfnis, sich face-to-face zu begegnen und in persönlichen Gesprächen auszutauschen.

Virtuelle Events bieten Teilnehmern kein multisensorisches Erlebnis. Es ist undenkbar, Messen wie die ProWein oder ProSweets Cologne nur virtuell stattfinden zu lassen. Ein besonderer Wein oder eine neue Pralinenkreation lassen sich schwerlich im Live-Stream kosten.

Aus unserer Sicht kann es nicht nur ein „ODER“ geben, sondern immer ein „UND“. Das bedeutet, die Ergänzung eines realen Messeauftritts um ein virtuelles Event. Die jetzige Situation kann für viele Aussteller der Auslöser sein, sich mit digitalen Lösungen auseinanderzusetzen und langfristig einen Weg für sich zu finden, um das Beste aus beiden Welten herauszuholen.

Auf den Punkt bringt es dieses Video von cueconcept (Keine bezahlte Werbung, sondern nur eine Empfehlung für alle Marketers und Interessierte).

https://vimeo.com/397422565


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