Messe und Startup – passt das?

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Messe und Startup – passt das?

Im Rahmen der Startup Woche Düsseldorf waren wir am 10.04.2019 zum zweiten Mal dabei, um Startups das Thema Messe näher zu bringen und Fragen zu klären.

In unserem Vortrag sprechen wir verschiedene Aspekte an, die wir in diesem Blogbeitrag einmal kurz erläutern wollen. Zu einigen Themen finden Sie in unserem Blog weitere ausführlichere Beiträge.

Machen Messen in Zeiten der Digitalisierung noch Sinn?

Ein ganz klares JA von uns. Jährliche Befragungen des AUMA (Ausstellungs- und Messe-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft e.V.) unter ausstellenden Unternehmen ergeben, dass Messen im Marketing-Mix als sehr wichtig bis wichtig erachtet werden. Messen stehen meist direkt hinter der eigenen Webseite.

Als ganz klaren Vorteil zu digitalen Formen sehen die Aussteller in der Möglichkeit zum persönlichen Kontakt. Denn Messen bieten immer noch eine Besonderheit: sie ermöglichen die gebündelte persönliche Face-to-Face Kommunikation zu einer Vielzahl relevanter Kontakte. Eine gleichwertige Umsetzung dieses Konzeptes im digitalen Raum ist in dieser Form bisher nicht möglich.

Die Digitalisierung verändert aber sowohl den Auftritt der Aussteller als auch das Angebot der Veranstalter. Es geht immer mehr weg von der reinen Produktpräsentation, hin zum Messe-Erlebnis mit Event-Charakter.

Wie findet man die richtige Messe?

Allein in Deutschland finden jährlich 160 – 180 nationale und internationale Messen statt. Hinzu kommen die Regionalmessen, Jobmessen etc.

Um bei dieser Vielfalt die passenden Messen zu finden, sollte man sich drei Fragen stellen.

  • Welche Messen besucht die Zielgruppe?
  • Soll es eine Weltleitmesse sein, d.h. die innerhalb einer Branche führende Messe
  • Soll sich die Messe am europäischen oder deutschen Markt orientieren oder eher ein regionales Publikum anziehen?

Vielfach konkurrieren mehrere Messen um die gleiche Branche. Die Frage, welche der Veranstaltungen sich am besten eignet, lässt sich über die Messe- und Besucherprofile beantworten.

Sicherheit bieten Veranstaltungen, die in den Messedatenbanken des Auma bzw. der Gesellschaft zur Freiwilligen Kontrolle von Messe- und Ausstellungszahlen (FKM) gelistet sind.

Die FKM veröffentlicht regelmäßig Zahlen über

  • Ausstellungsflächen
  • Ausstellerzahlen
  • Besucherzahlen

von Veranstaltungen, die Veranstalter durch sie zertifizieren lassen.

Was kostet eine Messe?

Nimmt man zum ersten Mal als Aussteller an einer Messe teil, ist es schwierig zu beurteilen, wie hoch die Gesamtkosten der Messeteilnahem sein werden. Oftmals lässt sich das auch erst nach Schluss der Messe, ca. 6 Monate später, abschließend beurteilen.

Im Wesentlichen setzen sich die Kosten einer Messebeteiligung aus diesen Positionen zusammen

  • Standmiete und Betriebskosten (Strom, Wasser)
  • Standbau und Standausstattung
  • Transport und Entsorgung
  • Personal, Reisen, Hotel
  • Kosten wie Werbung, Gebühren etc.

Der AUMA (Ausstellungs- und Messe-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft e.V.) hat die durchschnittlichen Kosten einer Messebeteiligung ermittelt bzw. hochgerechnet. Diese betragen zwischen € 750,00 – € 950,00 pro Quadratmeter. Diese Kosten dienen nur als grober Anhaltspunkt. Die tatsächlichen Kosten können deutlich davon abweichen –  sowohl nach oben als auch nach unten.

Förderung von Messeteilnahmen

Die Förderung von Messeteilnahmen erfolgt bundesweit durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi).

Gefördert wird nur die Teilnahme an einem Gemeinschaftsstand auf internationalen Leitmessen. Diese Leitmessen werden jedes Jahr vom Bundesministerium nach folgenden Kriterien festgelegt

  • Deutsche Messen mit hoher Internationalität auf der Aussteller- und Besucherseite
  • Vorliegende FKM-Zertifizierung (Gesellschaft zur freiwilligen Kontrolle von Messe- und Ausstellungszahlen)

Maximal werden € 7.500,00 Gesamtsumme pro Aussteller und Messe vom BMWi gefördert.

Mehr Informationen und Adressen finden Sie hier.

Messeplanung und Messeziele

Für eine stressfreie und reibungslose Messe empfiehlt es sich mindesten 12 bis 9 Monate vor der Messeplanung zu beginnen.

Am Anfang sollte immer die Definition Ihrer Messeziele stehen. Messeziele sorgen für eine klare, durchgängige Messekommunikation und bilden die Basis für die Erfolgsbeurteilung.

Holen Sie bei der Definition alle Verantwortlichen der betroffenen Abteilungen ins Boot.

Konzentrieren Sie sich auf Ziele, die konkret messbar sind. z.B. Anzahl Gespräche, Anzahl gewonnener Leads, Anzahl vereinbarter Termine nach Messe, Anzahl gewonnener Neukunden nach Messe.

Definieren Sie, wie, wann und durch wen die Zielerreichung gemessen wird, z.B. Visitenkarten einsammeln oder scannen, Messeberichte schreiben.

Messestand Design

Ihr Messestand ist die Visitenkarte Ihres Unternehmens. Er sollte professionell gestaltet sein und aus der Masse der Aussteller herausstellen. Das Messestand Design spiegelt Qualität und Image Ihres Unternehmens wider.

Entscheidend sind dabei nicht das Standbudget und die -größe, sondern ein schlüssiges Standkonzept, das Sie beim Erreichen Ihrer Messeziele unterstützt.

Kauf oder Miete

Für Firmen, die erstmals an einer Messe teilnehmen, kommt vor allem die Miete eines Standes in Frage. Wenn genügend Erfahrungen vorliegen und mehrere Messen pro Jahr geplant werden, kommt eventuell auch der Kauf eines eigenen Messestandes in Frage.

Die Messeveranstalter bieten selbst oder über Vertragsfirmen Systemstände zum Mieten in unterschiedlichen Größen und mit einer Grundausstattung an, die mit weiteren Mietmöbeln oder eigener Ausstattung ergänzt werden kann. In der Miete ist der Auf- und Abbau bereits enthalten.

Eine Alternative ist ein Messebauer, der ein schlüssiges Standkonzept für Sie erarbeitet.


Clip_WP3_Der Weg zum erfolgreichen Messeauftritt

IHR WEG ZUM ERFOLGREICHEN MESSEAUFTRITT – TIPPS & TRICKS

Messeteilnahmen stellen im Marketing-Budget von ausstellenden Unternehmen oft den größten Posten dar. Eine gute Planung und Vorbereitung kann viel Zeit und Geld sparen.

Was Sie dabei beachten müssen, welche Verantwortlichkeiten geregelt sollten und noch viele weitere Tipps und Tricks verraten wir Ihnen in unserem Whitepaper.

PLUS praktischer Checkliste zum Ausdrucken, abhaken und sicher sein.